
Sauber vorbereitet.
Kunststoff
Stoßfänger und Verkleidungen aus Kunststoff lackierfertig anschleifen oder fein schleifen – mit wenig Druck. Für Lackierer, Karosseriebauer und alle, die Anbauteile selbst aufbereiten.
3 ArbeitsschritteKörnung P180 bis P1000Finish Set 59,90 €
Der Film
Schleifen für Kunststoff
Stoßfänger und Verkleidungen sauber vorbereiten – mit wenig Druck für optimale Haftung.
Arbeitsschritte
3 Schritte in Arbeitsreihenfolge – von grob nach fein. Je Schritt die Körnungen und das passende Produkt.
- 1
Kratzer und Grate entfernenTrocken
Formgrate und tiefe Kratzer mit P180 glätten, mit P240 und P320 die Riefen ausziehen. Gröber als P180 braucht Kunststoff selten.
Weiter, wenn: Keine Grate und keine tiefen Kratzer mehr, im Streiflicht nur noch das gleichmäßige Schliffbild von P320.
- 2
LackiervorbereitungTrocken
Die ganze Fläche mit P320 bis P400 anschleifen, bis nichts mehr glänzt. Danach reinigen und Haftvermittler.
Weiter, wenn: Die Fläche ist überall gleichmäßig matt – keine glänzende Stelle mehr, auch nicht in Kanten und Sicken.
Tipp: Kanten und Sicken mit Schleifvlies statt Scheibe – so schleifst du dort nicht durch. Im System: Lack & Kunststoff anschleifen →
- 3
Feinschliff ohne LackTrocken, fein nass
Für Sichtteile, die nicht lackiert werden: mit Folienscheibe oder Schaumpad fein und gleichmäßig, gern nass – ohne Hitze.
Weiter, wenn: Feucht abgewischt ein gleichmäßiges, feines Schliffbild ohne einzelne Riefen – dann polieren.
Gestrichelte Körnungen gehören zum Arbeitsschritt, sind für Kunststoff aber noch nicht im Sortiment – der Link erklärt, was die Körnung kann.
Die ganze Folge auf einmal
3 Körnungen, je 1 × kleinste Packung: PRO FILM 150 (10 Stück) P240 · P320 · P400. P180 führen wir dafür noch nicht.
Oder als Set: Finish Set (P1000–P2000) für 59,90 € →
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Passende Produkte
7 Produkte für Kunststoff – die empfohlenen zuerst, jede Karte startet mit der Körnung, die du hier zuerst brauchst.
Schleifmittel
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- P400–P2000
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- 150 mm
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- 10 Stk.
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1,49 € / Stück · inkl. MwSt. zzgl. Versand
- P400–P2000
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Zubehör · Maschinen · Sets & Bundles
Worauf es bei Kunststoff ankommt
Was über die Körnung hinaus zählt – Technik, typische Fehler und die Ratgeber dazu.
Tipps aus der Werkstatt
01
Erst reinigen
Neue Teile tragen Trennmittel aus der Form. Vor dem ersten Schliff mit Kunststoffreiniger abwischen – sonst reibt das Schleifmittel es nur in die Oberfläche.
02
Wenig Druck, wenig Drehzahl
Kunststoff leitet Wärme schlecht: Bei viel Druck und hoher Drehzahl wird er weich, das Korn setzt sich zu und es schmiert. Exzenter mit kleinem Hub, niedrige Stufe, lieber öfter die Scheibe wechseln.
03
Antistatisch entstauben
Kunststoff lädt sich beim Schleifen auf und hält den Staub fest – Abblasen allein reicht nicht. Vor Haftvermittler und Lack mit Antistatiktuch oder antistatischem Reiniger abwischen, sonst sitzt jedes Korn später im Lack.
04
Haftvermittler nicht vergessen
Blanker Kunststoff braucht nach dem Anschleifen und Reinigen einen Haftvermittler vor Füller oder Lack – sonst platzt der Lack beim ersten Steinschlag ab.
Was schiefgehen kann
Alle Fehlerbilder ansehen →Der neue Lack haftet nicht oder perlt ab
Der frische Anstrich zieht sich zusammen, perlt an Stellen ab oder lässt sich später mit dem Fingernagel abheben.
Meist: Glänzende Stellen stehen geblieben – was noch glänzt, ist nicht angeschliffen und gibt dem Lack keinen Halt.
Kunststoff schmiert und fusselt, statt zu schleifen
Statt Schleifstaub entstehen Fusseln und glänzende Schmierstellen, die Scheibe setzt sich in Sekunden zu.
Meist: Kunststoff leitet Wärme schlecht: Hohe Drehzahl und viel Druck machen die Oberfläche weich.
Häufige Fragen zu Kunststoff
Wie schleife ich Kunststoff an, damit der Lack hält?
Nach dem Reinigen mit P320 bis P400 gleichmäßig mattieren, schwer erreichbare Stellen mit Schleifvlies. Danach Haftvermittler für Kunststoff, dann Füller oder Lack.
Warum schmiert Kunststoff beim Schleifen?
Zu viel Druck oder Drehzahl erzeugt Hitze, und der Kunststoff wird weich. Mit niedriger Drehzahl, wenig Druck und feiner Körnung schleifen – oder nass, das kühlt.
Muss ich neue, ab Werk grundierte Kunststoffteile anschleifen?
Ja, leicht: Die Werksgrundierung mit P400 oder Schleifvlies gleichmäßig mattieren, ohne sie durchzuschleifen. Wo sie doch durchbricht, dort Haftvermittler auftragen, bevor Füller oder Lack kommen.
Wie schleife ich vergilbte Scheinwerfer aus Kunststoff?
Rundherum abkleben, dann nass in Stufen von P800 über P1000 und P1500 bis P2000 – jede Stufe so lange, bis das Schliffbild der vorigen verschwunden ist. Danach polieren und mit UV-beständigem Klarlack oder einer Versiegelung schützen, sonst vergilbt das Glas schnell wieder.
Woran erkenne ich, welcher Kunststoff es ist?
An der Prägung auf der Rückseite, etwa >PP<, >PP-EPDM< oder >ABS<. Weiche, flexible Stoßfänger (PP, PP-EPDM) werden schnell warm und fransen aus – hier besonders wenig Druck und immer Haftvermittler. Harte Teile wie ABS schleifen sich eher wie Lack.
Kann ich Risse und Macken im Stoßfänger spachteln?
Ja, aber mit flexiblem Kunststoffspachtel – normaler Polyesterspachtel ist zu hart und reißt, sobald sich das Teil biegt. Vorher die Stelle mit P180 anschleifen und Haftvermittler auftragen, nach dem Aushärten mit P180 bis P240 in Form bringen und mit P320 die Übergänge ausziehen.
Weitere Anwendungen
Andere Oberfläche, anderer Ablauf – jede Anwendung mit eigenen Arbeitsschritten und Körnungen.
Auto & LackPerfekte Oberflächen – von der Reparatur bis zum FinishP80 – P3000
HolzVon roh bis perfekt – für Möbel, Innenausbau und mehrP40 – P320
MetallRost entfernen, Oberflächen veredeln, dauerhaft schützenP40 – P400
SpachtelSchnell egalisieren – sauber ausformen – perfekt vorbereitenP80 – P240
GrundierungFür eine gleichmäßige, hochwertige LackoberflächeP320 – P600
Noch unsicher?
Der Schleifmittel-Finder fragt nach Maschine und Ziel – das Material steht schon fest – und nennt dir Produkt und Körnung.
Schleifmittel für Kunststoff finden →

