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Metall · 2 Min. Lesezeit

Metall schleifen: Rost, Schweißnaht, Lackgrund

Rost und Zunder runter, Schweißnähte verputzen, blankes Blech für die Grundierung anschleifen – welche Körnung wofür und woran man zu grob erkennt.

Stand: · erschienen

Kurzantwort: die Körnungsfolge

Exzenterschleifer entfernt Rost von einem Stahlblech

Rost und Zunder: P40 bis P80

Flächiger Rost und Walzzunder brauchen Abtrag: P40 bis P60 auf dem Exzenter mit großem Hub oder mit der Fächerscheibe auf dem Winkelschleifer. Geschliffen wird, bis blankes Metall ohne braune Punkte bleibt – Rostnester in Poren kommen sonst unter dem Lack wieder.

Mit P80 danach die tiefen Riefen ausziehen. Wo die Maschine nicht hinkommt, hilft das Schleifvlies von Hand.

Schweißnähte und Kanten: P60 bis P120

Die Naht zuerst mit P60 bündig schleifen, nicht in die Fläche daneben – sonst wird das Blech dünn und verzieht sich durch die Hitze. Dünnbleche in kurzen Intervallen schleifen und abkühlen lassen. Scharfe Kanten mit P120 brechen, damit der Lack dort nicht abreißt.

Anschleifen für Grundierung und Lack: P120 bis P240

Für guten Haftgrund braucht blankes Blech ein gleichmäßiges Schliffbild mit P120 bis P180; unter Füller und Spachtel darf es gröber sein, unter Direktlack eher P240. Danach entfetten und zügig grundieren – blankes Stahlblech setzt schon über Nacht Flugrost an.

Gleichmäßiges Finish: P240 bis P400

Edelstahl und Aluminium, die sichtbar bleiben, bekommen ein durchgehendes Schliffbild mit P240 bis P400 oder mit dem Schleifvlies – immer in einer Richtung. Für Edelstahl eigene Schleifmittel verwenden, die nie an normalem Stahl waren: Eisenpartikel lassen sonst Fremdrost entstehen.

Exzenter oder Winkelschleifer?

Der Winkelschleifer mit Fächerscheibe trägt am schnellsten ab – für Schweißnähte, dicken Rost und Profile. Auf dünnem Karosserieblech bringt er aber viel Hitze auf eine kleine Stelle; das Blech wirft sich und lässt sich kaum wieder richten.

Für Flächen, Übergänge und das Anschleifen vor der Grundierung ist der Exzenter die bessere Wahl: Er verteilt die Wärme, hinterlässt ein gleichmäßiges Schliffbild und arbeitet mit Absaugung fast staubfrei.

Sicher arbeiten

Schutzbrille ist Pflicht, beim Winkelschleifer auch Gehörschutz und Handschuhe. Funken fliegen weit: Nichts Brennbares in der Nähe, und Glas, Lack und Chrom abdecken – glühende Partikel brennen sich dort ein.

Alte Anstriche können Blei oder Chrom enthalten. Beim Abschleifen alter Farben deshalb absaugen und mindestens eine FFP2-Maske tragen.

Häufige Fragen

Welches Schleifmittel für Stahl?

Für Stahl sind Aluminiumoxid-Scheiben die Regel – zäh und lange scharf. Für Rost und Zunder grob (P40 bis P80), fürs Anschleifen P120 bis P240.

Muss ich nach dem Schleifen sofort grundieren?

Ja, möglichst am selben Tag. Blankes Stahlblech setzt schon bei normaler Luftfeuchte Flugrost an.

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Die ganze Folge auf einmal

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