Maschinen & Arbeitsweise · 1 Min. Lesezeit
Exzenterschleifer richtig führen: Druck, Drehzahl, Tempo
Flach aufsetzen, dann einschalten, das Gewicht der Maschine arbeiten lassen: die Regeln für ein gleichmäßiges Schliffbild ohne Kringel und Dellen.
Stand:

Aufsetzen und abheben
Die Maschine flach auf die Fläche setzen und erst dann einschalten; am Ende erst ausschalten, dann abheben. Wer mit laufendem Teller aufsetzt oder abhebt, kippt ihn auf die Kante – das gibt Dellen und im Lack sofort Durchschliff.
Druck und Tempo
Das Gewicht der Maschine und eine Hand flach obenauf reichen. Mehr Druck bremst die Drehung, dann arbeitet nur noch der Hub, und es entstehen Kringel. Langsam führen, etwa zwei bis drei Zentimeter pro Sekunde, in überlappenden Bahnen – jede Bahn deckt die vorige zur Hälfte.
Der Teller bleibt immer plan. Kanten und Rundungen nicht mit gekipptem Teller bearbeiten, dafür gibt es den Handblock oder ein Interface Pad unter der Scheibe.
Drehzahl und Absaugung
Grob schleifen mit hoher Drehzahl, feine Körnungen und empfindliche Untergründe (Kunststoff, Lack ab P600) mit mittlerer. Die Absaugung gehört immer dran: Sie hält die Scheibe frei – sonst rollt Staub unter dem Korn und zieht Kringel.
Zwischen den Körnungen die Fläche abwischen und prüfen. Kontrollpulver zeigt, wo die Riefen der vorigen Stufe noch stehen.
Häufige Fragen
Warum springt die Maschine beim Aufsetzen?
Meist wird sie mit laufendem Teller auf die Fläche gesetzt oder schräg gehalten. Flach aufsetzen, dann einschalten – und zum Anschleifen die Drehzahl etwas zurücknehmen.
Fachbegriffe in diesem Artikel
- Hub (Schwingkreis)
- Schleifkringel
- Interface-Pad (Zwischenlage)
- Drehzahl
- Absaugung
- Kontrollpulver (Schleifkontrolle)
- Riefen



