Maschinen & Arbeitsweise · 1 Min. Lesezeit
Von Hand schleifen: mit Block, in Bahnen, über Kreuz
Warum der Schleifblock wichtiger ist als die Körnung, wann über Kreuz geschliffen wird und wo die Maschine nicht hinkommt.
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Nie mit der bloßen Hand
Die Finger drücken ungleichmäßig – jede Fingerkuppe schleift eine Mulde, die man erst unter dem Lack sieht. Ein Schleifblock verteilt den Druck auf die ganze Fläche und hält sie eben. Für Rundungen und Sicken ein weicher Block oder ein Schaumschleifpad, für ebene Flächen ein fester Block, für lange Flächen ein langer.
In Bahnen, dann über Kreuz
Auf Spachtel und Füller in geraden Bahnen schleifen und die Richtung bei jedem Durchgang um etwa 45 Grad drehen – über Kreuz. So werden Wellen sichtbar und abgetragen statt nachgezogen. Holz dagegen immer in Faserrichtung schleifen: Kratzer quer zur Faser bleiben unter Öl und Lack sichtbar.
Kontrollpulver zeigt, wo der Block noch nicht war: Solange schwarze Stellen bleiben, ist die Fläche nicht eben.
Wann Hand, wann Maschine
Die Maschine ist schneller auf großen, offenen Flächen. Von Hand geht es an Kanten, Falzen, Profilen und überall, wo der Teller nicht plan aufliegt – und beim Nassschliff mit feinen Bögen, wo Gefühl mehr bringt als Tempo. Streifen und Rollen mit Klett passen auf den Block und lassen sich in derselben Körnungsfolge verwenden wie die Scheiben.
Häufige Fragen
Welche Körnung nehme ich von Hand, wenn ich sonst mit der Maschine schleife?
Dieselbe. Von Hand trägt sie nur langsamer ab – deshalb nicht gröber werden, sondern länger schleifen, sonst passen die Riefen nicht zur nächsten Stufe.


